1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung des Dienstes „CellAlert“ der Balane GmbH (nachfolgend „Anbieter“). CellAlert umfasst die Web-Anwendung, die Apps für macOS, Windows, iOS und Android sowie Integrationen für Tabellenkalkulationen (u. a. Microsoft Excel/Office, LibreOffice Calc, Google Sheets). Mit der Registrierung erkennt der Nutzer diese AGB an.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen, nicht an Verbraucher (§ 13 BGB). Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, den Vertrag in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit und nicht als Verbraucher zu schließen.
2. Anbieter
Balane GmbH
Balanstraße 84
81541 München
Registergericht Amtsgericht München, HRB 301320
3. Leistungsbeschreibung
CellAlert verwandelt Datumswerte in Tabellenkalkulations-Zellen (insbesondere Microsoft Excel) in überwachte Fristen und versendet Erinnerungen per E-Mail (optional mit Kalender-Eintrag). Die Nutzung ist über die Web-Anwendung, die nativen Apps (macOS, Windows, iOS, Android) sowie über die genannten Tabellen-Integrationen möglich. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif. Der Anbieter speichert Metadaten und Verweise auf die jeweilige Zelle, nicht den Inhalt der Datei.
4. Registrierung & Konto
Die Registrierung ist kostenlos und legt eine Organisation an, deren Inhaber der registrierende Nutzer wird. Die produktive Nutzung setzt ein kostenpflichtiges Abonnement voraus; eine etwaige kostenlose Testphase ist in Ziffer 6 geregelt. Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten und für alle Aktivitäten unter seinem Konto verantwortlich. Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen.
5. Preise & Zahlung
Kostenpflichtige Tarife werden je Organisation abgerechnet. Die angezeigten Preise verstehen sich netto zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, die beim Checkout ausgewiesen wird. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über LemonSqueezy als Merchant of Record (Wiederverkäufer); der Kaufvertrag über die kostenpflichtige Leistung sowie die Rechnungsstellung kommen insoweit mit LemonSqueezy zustande, während der Nutzungsvertrag über CellAlert mit dem Anbieter besteht. Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigten Preise.
6. Testphase, Laufzeit & Kündigung
Sofern eine kostenlose Testphase angeboten wird, kann der Dienst während der angegebenen Testdauer unverbindlich getestet werden. Wird das Abonnement nicht vor Ablauf der Testphase gekündigt, geht es in das gewählte kostenpflichtige Abonnement über. Während der Testphase ist eine Kündigung jederzeit und kostenfrei möglich.
Kostenpflichtige Abonnements verlängern sich entsprechend dem gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich bzw. jährlich) und sind jederzeit zum Ende des laufenden Zeitraums über das Kundenportal kündbar. Nach Ablauf einer Testphase ohne Abschluss eines Abonnements sowie nach Ende eines gekündigten Abonnements bleibt der Zugang in eingeschränktem Umfang (lesender Zugriff und Export der eigenen Daten) bestehen; neue Eingaben erfordern ein aktives Abonnement.
Löscht der Inhaber seine Organisation, wird ein laufendes kostenpflichtiges Abonnement im Regelfall automatisch zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt. Da die Zahlungsabwicklung über LemonSqueezy als Merchant of Record erfolgt (siehe Ziffer 5), richtet sich die Kündigung der Zahlungsvereinbarung letztlich nach LemonSqueezy; die automatische Kündigung durch den Anbieter ist ein unverbindlicher Komfort-Service. Der Nutzer bleibt selbst dafür verantwortlich, ein bestehendes Abonnement rechtzeitig über das Kundenportal zu kündigen und den Erfolg der Kündigung zu überprüfen. Für nach einer Kontolöschung fortbestehende Abbuchungen — etwa weil eine automatische Kündigung technisch nicht ausgeführt werden konnte — übernimmt der Anbieter keine Haftung, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Erstattungen und Widerruf: Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (vgl. Ziffer 1); ein verbraucherrechtliches Widerrufsrecht besteht daher nicht. Erstattungen richten sich nach den jeweils gültigen Bedingungen von LemonSqueezy als Merchant of Record (vgl. Ziffer 5); LemonSqueezy kann zur Vermeidung von Rückbuchungen Erstattungen innerhalb von 60 Tagen vornehmen. Bereits gezahlte Entgelte für laufende Abrechnungszeiträume werden bei Kündigung nicht anteilig erstattet, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes vorschreibt.
7. Fair Use beim E-Mail-Versand
Die Nutzung des E-Mail-Versands unterliegt einer angemessenen Nutzung (Fair Use). Der Anbieter behält sich vor, bei erheblich über dem Durchschnitt liegender Nutzung den Versand nach vorheriger Ankündigung zu drosseln oder ein passendes Tarifmodell anzubieten, sowie Nutzungsgrenzen mit angemessener Vorankündigung einzuführen oder anzupassen.
8. Pflichten des Nutzers
- Nutzung nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB.
- Keine missbräuchliche Nutzung, insbesondere kein unzulässiger Massen-E-Mail-Versand.
- Sicherstellung, dass für eingetragene Empfänger eine zulässige Grundlage zur Benachrichtigung besteht.
9. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet diese jedoch nicht ununterbrochen. Wartungsarbeiten und Störungen können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
10. Haftung
Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. CellAlert ist ein Hilfsmittel; die Überwachung und Einhaltung von Fristen verbleibt in der Verantwortung des Nutzers. Eine Haftung für versäumte Fristen, fehlerhafte Quellzellen oder unzustellbare E-Mails ist im gesetzlich zulässigen Rahmen ausgeschlossen.
Der Nutzer darf sich nicht allein auf CellAlert verlassen. Erinnerungen können aus Gründen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters verspätet, gar nicht oder unvollständig zugestellt werden — etwa durch Spam- bzw. Filtereinstellungen, ausgeschaltete oder offline befindliche Endgeräte, falsch hinterlegte Empfänger oder technische Störungen bei Dritten. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass Fristen erkannt oder Erinnerungen rechtzeitig versendet bzw. zugestellt werden. Die eigenverantwortliche Überwachung von Fristen bleibt hiervon unberührt; ein Anspruch auf Schadensersatz wegen versäumter Fristen besteht im gesetzlich zulässigen Rahmen nicht.
11. Datenschutz
Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung.
12. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen. Über wesentliche Änderungen wird der Nutzer mit angemessenem Vorlauf informiert. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb der angekündigten Frist und nutzt den Dienst weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand München. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.
Stand: 1. Juni 2026.